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7 Mai

Japan-Tag Düsseldorf/NRW

„Kurofune“ bedeutet wörtlich übersetzt „schwarzes Schiff“. Japaner verbinden mit dem Begriff zudem ein geschichtliches Ereignis: Mitte des 19. Jahrhunderts kamen dunkel geteerte US-Schiffe in Japan an und vermittelten den seit 1630 vollständig isoliert lebenden Bewohnern neue Kulturen und Eindrücke. Ähnlich verhält es sich mit der Jazzband „Kurofune“, die auf dem diesjährigen Japan-Tag Düsseldorf/NRW auftritt.

Zwar ist den Düsseldorfern mit ihrer großen japanischen Gemeinde – der drittgrößten Europas – und dem mittlerweile 18. Fest dieser Art die japanische Kultur nicht gänzlich unbekannt, doch dürfte die Musik dieser Band für viele Besucher Neuland sein. „Kurofune“ vereint in ihrer vom Jazz geprägten Musik die traditionelle Kunst aus zwei unterschiedlichen Regionen Japans. Zum einen die Tsugaru-Shamisen, eine aus dem Norden Japans stammende dreisaitige Langhalslaute, und zum anderen den traditionellen Gesang „Shima-uta“ der Amami-Inseln im Süden Japans. Das Konzert findet um 21:40 Uhr auf der Hauptbühne auf dem Burgplatz statt. Das Gesamtprogramm beginnt um 12:30 Uhr mit der offiziellen Begrüßung. Es folgen abwechslungsreiche Musikdarbietungen, die vom Chorgesang des Japanischen Kindergartens über Koto-Klänge bis hin zu Trommelperformances reichen.

Neben der Musik geben auch Tanz, Sport, Kulinarik und diverse Mitmachaktionen Einblicke in die Vielfalt des Landes. Auf der Rheinuferpromenade und an der Reuterkaserne erstrecken sich etwa 90 Demonstrations-, Ausstellungs- und Verkaufsstände, die Sushi, Grüntee-Produkte, Dorayaki (Gebäck) sowie Cosplay-Zubehör, Tabi-Socken (Socken mit abgeteiltem großen Zeh, die meist in Sandalen getragen werden), japanisches Geschirr, japanische Antiquitäten und vieles mehr anbieten.

Wer aktiv in die japanische Kultur eintauchen möchte, kann einen Kimono anprobieren, sich in Kalligrafie einweisen lassen oder einen Schnupper-Sprachkurs machen. Zudem gibt es Manga-, Karaoke-, Cosplay-Modenschau- und Tabi-Socken-Wettbewerbe, deren Gewinner sich beispielsweise über Flugtickets nach Japan freuen dürfen.

Der Johannes-Rau-Platz und die Wiese vor dem Landtag stehen ganz im Zeichen des Sports. Hier finden das Street-Soccer-Turnier, die Kampfkunstvorführungen und das japanische Bogenschießen statt. Auch die Samurai-Gruppe Takeda hat hier ihr Heerlager aufgeschlagen.

Der Japan-Tag endet mit einem großen, extra aus Japan importierten Feuerwerk, das gegen 23:00 Uhr gezündet wird. Das Thema in diesem Jahr lautet „Reise nach Japan“ und stellt die Besonderheiten des Landes vor. Die erste Szene handelt von japanischen Festen, zu denen Klänge von Trommeln und Flöten gehören. Manga und Videospiele stehen für die japanische Popkultur. Ihre Helden werden in der zweiten Szene in den Himmel gemalt. Weiter geht es mit alten Traditionen wie dem spirituellen „Ort der Kraft“. Dessen positive Energie soll sich im dritten Teil auf die Besucher übertragen. Das Essen spielt in Japan eine große Rolle. Daher gehören auch Sushi, gebackene Eier und ein kompletter Oktopus zu einer Reise nach Japan. Den Abschluss bildet die Kirschblüte, das wohl berühmteste Symbol Japans. Sie entfaltet sich im goldenen Glanz am nachtschwarzen Himmel.

für weitere Informationen: http://www.japantag-duesseldorf-nrw.de

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